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Konservierung und Restaurierung des Gemäldes „Langer Anton“ des 17. Jahrhunderts mit der Darstellung des Anton Franckenpoint, eines Riesenwüchsigen, mit einer Körperlänge von 244 cm. Das Leinwandgemälde stammt aus dem Bestand des Museum Anatomicum der Philipps-Universität Marburg und wird dort mit dem vorhandenen Skelett des “Langen Anton” gezeigt.

Gemälde Langer Anton KonsRest AKR PRACHER 2015

Abbildungen im Vorzustand

Gemälde Langer Anton KonsRest AKR PRACHER 2015
Gemälde Langer Anton KonsRest AKR PRACHER 2015

Abbildungen im Endzustand

Gemälde Langer Anton KonsRest AKR PRACHER 2015

Das schlecht erhaltene Kunstwerk mit einer Höhe von 271 cm und einer Breite von 150 cm sollte aufgrund der akuten Schäden sowie wegen einer Veränderung des Präsentationsorts konserviert werden.

Eine Grundkonservierung des stark beschädigten Gemäldes ist durch einen restauratorischen Maßnahmenteil ergänzt worden, der eine Verbesserung der ästhetischen Erscheinung zum Ziel hatte.

Neben der natürlichen Alterung waren besonders zahlreiche Restaurierungen und nicht fachgerechte Restaurierungsversuche im Laufe der Jahrhunderte dafür verantwortlich, dass große Bereiche überdeckt und Details der eigentlich fein ausgeführten Malerei nicht mehr zu erkennen waren. Die Malfläche des Gemäldes erschien wegen dieser Übermalungen und mehrfachen, verbräunten Lack- und Firnisüberzügen dunkel sowie wenig differenziert.

Die Malschicht besaß darüber hinaus eine adhäsive Trennung von der Leinwand, die bereits Fehlstellen der Schichten zur Folge hatte.

Gemälde Langer Anton KonsRest AKR PRACHER 2015

Abbildungen im Zwischenzustand

Gemälde Langer Anton KonsRest AKR PRACHER 2015

In der im Januar 2015 abgeschlossenen Bearbeitung sind 18 Stück Durchstöße in der Malfläche verklebt sowie die schmalen Spannkanten der Trägerleinwand konserviert worden. Neben der Sicherung verlustgefährdeter Malschichtbereiche stellte die nasschemische Abnahme der braun verfärbten Überzugsschichten einen Hauptteil der Bearbeitung dar. Die dabei abgenommenen Übermalungen könnten nach einer Kittung der Fehlstellen in einer zeitintensiven Retuschemaßnahme wieder fachgerecht, da lokal begrenzt, aufgebaut werden. Hierfür fanden bindemittelreduzierte Tubenölfarben und ein natürlicher Dammarharzfirnis Anwendung. Durch die Integration von gedünnten Altretuschen war es möglich, den für das Kunstwerk immanenten Charakter einer historischen Gemäldeoberfläche beizubehalten und zu bewahren. Die Rahmung des konservierten Gemäldes und die Montage eines textilen Rückseitenschutzes schlossen die Bearbeitung, für die insgesamt 220 Arbeitsstunden notwendig waren, ab.

Abbildungen im Endzustand

Gemälde Langer Anton KonsRest AKR PRACHER 2015
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